Klarheit macht den Weg frei zur Vergebung

Klarheit macht den Weg frei zur Vergebung

Vergebung kann so einfach sein. Letztlich ist es deine eigene innere Entscheidung. Tatsächlich ist es jedoch gar nicht so leicht, denn die bloßen Worte helfen uns nicht wirklich weiter. Das Gefühl dahinter ist entscheidend. Und um wirklich das Gefühl zu haben vergeben zu können, ist es für mich wichtig zu verstehen. Wenn ich verstehe, warum jemand so gehandelt hat, dass ich mich nicht wohl damit fühle, fällt es mir auch leichter wahre Vergebung zu fühlen. Ein Beispiel: Beim Spielen schuppst ein Kind deine super tolle liebste Vase um. Du hast schon drei mal gesagt, das Kind soll da bitte wegkommen. Dennoch ist es passiert. Sie ist kaputt. Du bist traurig, wütend und sowieso ist alles doof. Du weißt gleichzeitig, dass es nichts bringt. Kaputt ist eben kaputt.

Nun um wahrlich zu vergeben, macht es sinn zu verstehen, warum das Kind die Vase kaputt gemacht hat. Es war wahrscheinlich komplett im Flow, also mitten im Spiel. Es hat sich nur darauf konzentriert, schnell zu laufen, weil es so Spaß macht. Deine Vase war dem Kind gar nicht bewusst, denn es ist ja so konzentriert. Mal ganz davon abgesehen, dass es in einem solchen Moment sinnvoll ist die superdupi Vase einfach wegzunehmen, ist es nicht in der Verantwortung des Kindes darauf zu achten, sondern in deiner. Ergo darfst du verstehen, dass die Verkettung der Umstände jetzt echt doof war, dass das Kind keine Verantwortung trägt und es sowieso nicht absichtlich getan hat, sondern lediglich spielen wollte und damit zwar weiterhin traurig sein, jedoch dem Kind vergeben und auch dir selbst, dass du sie nicht beiseite geräumt hast. Beim nächsten Mal bist du einfach um diese Erfahrung reicher und wirst die Vasen wegräumen und diese jetzt zerbrochene Vase vielleicht kleben. 

Das war jetzt ein ganz einfaches Beispiel um dir zu zeigen, wie ich die Sache mit der Klarheit meine. Schwieriger wird es natürlich wenn wir spüren, dass wir unseren Familienmitgliedern, Freunden, eben Menschen die uns wichtig sind Vorwürfe zu machen. Auch da lohnt sich ein Perspektivenwechsel um zu sehen, was diese Person dazu bewogen hat so zu agieren wie sie es macht. Dabei spielt immer der individuelle Hintergrund eine Rolle.

Zum Einen wirkt in jedem von uns das innere Kind sowie der innere Richter. Beides entwickelt im Lauf unseres Lebens. Ein ehrlicher Blick in unsere individuelle Vergangenheit zeigt wie stark beides ausgeprägt ist. So ist das innere Kind meistens verletzt. In jedem von uns agiert noch dieses kleine Kind von damals. Das Kind was komplett abhängig war von seinen Bezugspersonen und eben nicht machen konnte was es wollte. Was immer wieder in seine Schranken gewiesen wurde, hörig gemacht wurde, damit es auch ja funktioniert. Dabei möchte ich betonen, dass hier den Bezugspersonen kein Vorwurf zu unterstellen ist, denn sie wussten es nicht anders. Sie haben es so vorgelebt bekommen und des ist jetzt an uns etwas zu verändern, da wir selbst spüren, dass uns diese Lebensart nicht gut tut und auch als Kind schon nicht gut für uns war. Wir dürfen also in uns hinein blicken und schauen, woher wir die Gefühle, die heute von unseren äußeren Triggern ausgelöst werden kennen. Es gibt Menschen die drücken unsre Knöpfe einfach, gar nicht absichtlich. Es ist das was wir daraus machen und deren verhalten triggert uns, drückt also unsere Punkte. So kann es sein, dass wir als Kinder hier und da eine Verletzung erlitten, die noch heute in uns wirkt und immer wieder aktiviert wird. Es ist an uns dann zum Beispiel mittels Meditation in diese Situation zu gehen unser inneres Kind gedanklich in den Arm zu nehmen und in unserer Form als jetziger Ewachsener uns selbst Trost zu spenden.

Außerdem wirkt in uns der innere Richter, der welcher über uns urteilt. Quasi alles sieht was nicht rund läuft und uns auch gnadenlos darauf hinweist, uns kleinmacht und immer wieder draufhaut. Auch hier ist es an uns ihn zu enttarnen, in dem wir auf unsere Gedanken achten, schauen wann wir uns selbst fertig machen und selbst kritisch gegenüber stehen und uns fragen dürfen, was würden wir in der gleichen Situation einer Freundin sagen. Würden wir sie auch niederreden? Würden wir an ihr Kritik üben? Oder würden wir sie nicht eher unterstützen. Hinsehen und verstehen. 

Wir dürfen uns also darüber klar werden, das wir alle verschiedene Dinge im Laufe unseres Lebens mitbekommen haben. Das sich daraus die unterschiedlichsten, meist negativen Glaubenssätze gebildet haben, also das was wir als wahr annehmen. Wir dürfen diese sogennanten Wahrheiten jetzt überprüfen. So kommen wir unser wahres Bewusstsein und können uns entscheiden das Leben zu führen, was wir führen wollen. 

In diesem Sinne mach dir klar, dass die allermeisten Menschen an einem friedvollem Zusammenleben interessiert sind. Doch in uns allen wirken die verschiedensten Dinge, über die wir uns klar werden dürfen und so uns selbst und anderen wahrlich vergeben können. 

Denk daran: Du bist wertvoll! Auf bald, Nadine 

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Claudia

    Hallo Nadine,

    ich habe eben deine Beiträge gelesen und habe mich bei vielen Sachen wieder entdeckt. Ich muss jetzt erstmal meine Gedanken dazu sortieren und freue mich schon auf deinen nächsten Beitrag. Lg und bleib gesund

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