Fühlst du dich auch manchmal wie die schlechteste Mutter der Welt?

Fühlst du dich auch manchmal wie die schlechteste Mutter der Welt?

Ist Muttersein das wundervollste was ich mir vorstellen kann? -Absolut. Ist es immer leicht?-Nope.

Wir alle kennen doch diese Tage an denen nichts mehr geht.– Rien ne va plus. Ich kenne so viele Möglichkeiten in meiner Mitte zu bleiben. Ich arbeite mit der Gewaltfreien Kommunikation, weiß wie ich mich erden kann und bin mir dessen im Klaren, was alles bei mir und meinem Baby wirkt -Klarheit ist für mich ganz wichtig um Empathie geben zu können und Perspektivenwechsel durchzuführen. -Deshalb Versuche ich dir mit meinem Wirken so viel Klarheit wie möglich zu verschaffen.- Und trotzdem komme auch ich an meine Grenzen. Es fällt mir dann schwer Einfühlung zu geben und ich fühle mich wie die schlechteste Mutter der Welt. Doch warum kann ich mich nicht mehr in meine Maus einfühlen?

Zum einen gelangen wir bei Überforderung und Stress in unser Überlebenssystem. Das was anspringt, wenn der ‚Säbelzahntiger‘ vor uns steht. Da unser Gehirn auf Hormone reagiert, macht es keinen Unterschied ob wir gerade überfordert sind weil unser Schatz gerade etwas möchte, was wir nicht verstehen, so dass wir manchmal einfach nicht mehr weiter wissen, oder ob tatsächlich eine Situation Eintritt in der wir nicht erst lange unseren Frontallappen aktivieren und abchecken ob hier gerade echt echt Gefahr droht. Das sind die Momente, in denen es nur noch heißt Angriff, Starre oder Flucht. Das passiert auch wenn wir Angst  haben oder wütend werden. Die Alarmglocken unseres Systems Schrillen.

Du siehst es ist also nur menschlich nur noch zu reagieren und nicht mehr lange nachzudenken. Der Trick ist, es zu bemerken. Zu sagen ´Stopp, hier läuft gerade etwas, was mir nicht gefällt´. In diesen Momenten atme. In deinen Bauch. Das ist wichtig, denn das ist die Entspannungsatmung. So kommst du erstmal wieder hier an und kannst schauen ob wirklich ein Säbelzahntiger am Start ist und hast wieder die volle Überprüfungsmöglichkeit. Hier kann jetzt wieder neu entschieden werden. -Wie kann ich meinem Kind helfen?- Meistens kommt dann doch nochmal eine Idee. Und wenn nicht? Wenn es geht lass dir vom Papa helfen. Sonst hilft Vorbeugung und für den Moment Atmung. Atme weiter in deinen Bauch. Stoß Vielleicht einen Seufzer aus. Stell dir vor, wie du durch dein linkes Nasenloch ein und durch dein rechtes ausatmest. Das beruhigt.

Wenn wir so im Machen, Tun, Funktionieren sind, nutzen wir die ganze Zeit unsere männliche Energie -das Yang-. Eine Balance ist allerdings wichtig. Auch deine weibliche Energie -dein Yin- möchte aufgefüllt werden. Das Yin steht zB für Entspannung und Kreativität. Daher tu dir selbst etwas Gutes. Nimm dir ein paar Minuten am Tag für dich. Ich habe zum Beispiel eine Abendroutine, die im Yin schwingt. Ein paar Minuten Yoga, noch ein Glas Wasser in Ruhe trinken, vielleicht noch eine kleine Süßigkeit gönnen. Mach was für dich passt. Wenn du merkst du bist immer mehr überfordert, denk daran, dir Momente für dich zu schaffen.

Nach einer Woche mit viel Yang durch die Arbeit und das damit verbundene organisieren und funktionieren bin ich auch am Limit. Deshalb ist ein Tag am Wochenende mein Ausschlaftag. Mein Partner ist dann für unsere Maus da und ich darf mich ausruhen und wieder Energie tanken.

Jetzt weißt du was bei dir los ist. Du bist keine schlechte Mutter. Du bist ein Mensch. Und dass du meinen Artikel liest und dich informierst, zeigt doch auch was für eine engagierte und tolle Mutter du bist. Vermutlich bist Du wie ich und möchtest die beste Mutter-Version von dir sein, die möglich ist. Also. Finde deinen Weg. Wo kannst du dir kleine Momente für dich schaffen? Vielleicht in Ruhe deinen Kaffee trinken? Ein wenig Bewegung, vielleicht Yoga, in deinen Alltag einbauen? Schreib dir auf was dir gut tut. Pinn den Zettel an deinen Kühlschrank und wenn du merkst nichts geht mehr, schau darauf und mach jetzt irgendetwas von deinem Zettel. Für dich. Haushalt?-Läuft ganz sicher nicht weg. Genug des Yang. Erinnere dich an deine Weiblichkeit. Stärke dein Yin.

Alles Liebe für dich und denk daran: Du bist wertvoll.

Denk daran: Du bist wertvoll! Auf bald, Nadine 

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